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CREDIT SUISSE: Dieser Anwalt setzt sich für geprellte CS-Kleinaktionäre ein – per Plattform

US-Aktionäre haben bereits Klage gegen die Credit Suisse eingereicht. Jetzt könnte auch eine Klagewelle aus der Schweiz kommen. Der Kleinaktionär und Anwalt Perica Grasarevic hat eine entsprechende Plattform aufgeschaltet.

US-Aktionäre haben bereits eine Sammelklage gegen die Credit Suisse eingereicht, weil die Bank Abflüsse von Kundengeldern und Schwachstellen im internen Kontrollsystem verheimlicht und so die Aktionäre betrogen habe. Automatisierung soll Anwaltskosten eliminieren

Am Dienstag hat Anwalt Perica Grasarevic mit seinem Geschäftspartner Gordon Mickel eine Plattform für «Notrechtbetroffene» online gestellt. Der IT-affine Anwalt sagt: «Der Sachverhalt eignet sich perfekt für eine vollständige Automatisierung. Unzählige Personen sind gleich betroffen.» Technisch sei das sowieso möglich und der geringe Streitwert für die Betroffenen sogar noch von Vorteil, so Grasarevic. Denn: je tiefer der Streitwert, desto tiefer die Gerichtskosten im Falle einer Niederlage. Das einzige Problem seien die unverhältnismässigen Anwaltskosten. «Diese eliminieren wir», verspricht er.


Der Anwalt ist selbst Kleinaktionär und möchte sich die Sache näher anschauen. «Weil es mich aufregt. Als Jurist ist mir der Rechtsstaat wichtig und ich habe grosse Vorbehalte, ob die Geschehnisse des Wochenendes rechtmässig sind», sagt er. Bis Handelsschluss am Freitag habe der Bundesrat nicht von einer Notlage gesprochen. Es gebe noch viele offene Fragen, nicht zuletzt, ob auch im besten Interesse der CS-Aktionäre gehandelt worden sei.

Aus Eigeninteresse wird Grasarevic die nötigen Briefschaften und Rechtsschriften für seine Klage in der Freizeit verfassen und über seine Plattform allen anderen klagewilligen Kleinaktionären zur Verfügung stellen. Jeder könne diese dann für seinen eigenen Fall nutzen. Der Anwalt arbeitet mit einer Cloud-basierten Plattform für smarte Dokumente und Verträge, mit der auch die Kanzlei arbeitet, für die er tätig ist.


Der Clou: So kann jeder Betroffene die Dokumente auf seinen individuellen Fall anpassen und wäre in der Lage, sich vor Gericht selbst zu vertreten. Wer dennoch anwaltlichen Beistand möchte, hat immerhin schon die ganze Vorarbeit erledigt und kann so die Anwaltskosten massiv senken.

Quelle: 20 Minuten





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